5 Schritte zum Bau eines Gemüsebeetes

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Wenn Sie Ihren Gemüsegarten erweitern möchten, ist der Moment gekommen, ein neues Beet anzulegen. Das muss nicht allzu schwer sein. Wir zeigen Ihnen die Schritte zum Erfolg.

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Höhere Temperaturen bedeuten für Pflanzenliebhaber vor allem, dass es an der Zeit ist, mit der Gartenarbeit zu beginnen! Der Sommer ist der perfekte Zeitpunkt, um ein neues Beet anzulegen.

Dabei ist es gar nicht so einfach, neuen Platz zu schaffen, Unkraut zu jäten und Samen zu pflanzen. Schließlich müssen Sie das Beet richtig einrichten, damit die Pflanzen bestmöglich wachsen können und damit genug Platz ist, um sie noch nach vielen Jahren pflegen zu können.

Sie wissen nicht, wo Sie anfangen sollen? Wir haben eine Anleitung für Sie.

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Um welche Art von Beet geht es?

Die meisten Gärtner machen sich bereits im Frühling voller Enthusiasmus an die Arbeit. Natürlich mag es verlockend erscheinen, die Samen sofort in den Boden zu werfen, um möglichst bald Ergebnisse der harten Arbeit zu sehen. Doch ohne die richtige Vorbereitung und die passende Erde werden Sie wohl kaum belohnt werden.

Als erstes sollten Sie entscheiden, welche Art von Beet Sie überhaupt haben möchten. Die beiden klassischen Optionen für einen dauerhaften Gemüsegarten sind Hochbeete und Bodenbeete.

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Hochbeete

Hochbeete sind, wie der Name bereits verrät, vom Boden entfernt und in der Regel in Kästen anzutreffen. Diese können aus Holz, Metall, Schlackenblöcken und im Grunde aus fast jedem Material hergestellt werden, solange es keine Giftstoffe an die Pflanzen abgibt.

Der Vorteil des Hochbeetes liegt darin begründet, dass Sie die Bodenqualität stets kontrollieren können. Ist Ihr Boden von Natur aus felsig, sandig, durchnässt oder nährstoffarm, können Sie diese Hürden durch die Nutzung von Hochbeeten umgehen, da Sie so stattdessen optimale Erde verwenden können.

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Bodenbeete

Bodenbeete sind traditionelle Gartenbeete und werden direkt im Boden angelegt. Dies ist günstiger, da dafür keine Baumaterialien oder säckeweise Erde gekauft werden müssen. Allerdings sind sie schwieriger zu pflegen und auch Unkraut kann sich leichter ausbreiten. Auf lange Sicht müssen Sie möglicherweise Dünger verwenden, da Nährstoffe aus dem Beet in die umliegenden Böden verschwinden.

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Hinweis: Der Rest dieses Artikels konzentriert sich auf die Errichtung von Bodenbeeten.

Die Wahl des Standorts für Gemüsebeete

Vor der Einrichtung eines Gemüsebeetes gilt es, einen geeigneten Standort zu finden. Idealerweise entscheiden Sie sich dabei für einen Ort mit viel Sonnenlicht und einem nährstoffreichen Boden mit guter Entwässerung.

Denken Sie aber auch an diese Punkte:

  • Wie einfach ist der Boden zu bearbeiten (geht dies leicht von der Hand oder ist ein hoher Arbeitsaufwand damit verbunden)
  • Größe der Fläche und mögliche vertikale Ausbreitung der Pflanzen
  • Windbelastung
  • Nähe zu Wasserquellen
  • Salzbelastung (besonders in der Nähe zu Meeren)
  • Bestehende Unkräuter, die nur mit großer Mühe beseitigt werden können
  • Zugänglichkeit (wie oft und problemlos Sie das Beet aufsuchen können)
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Vorbereitung des Bodens für ein Gartenbeet

Sobald Sie einen geeigneten Standort für Ihr Gartenbeet gefunden haben, müssen Sie als nächstes den Boden vorbereiten. Gemüse muss auf nährstoffreichem Boden wachsen, der viel organisches Material enthält. In diesem Sinne ist es eine gute Idee, einen Bodentest durchzuführen, um mögliche Nährstoffmängel festzustellen und zu beheben.

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Folgen Sie diesen Schritte, um Ihr Gemüsebeet vorzubereiten:

1. Graben Sie den Boden um und entfernen Sie Unkraut

Wenn Sie von Grund auf ein neues Gartenbeet anlegen, ist der gewünschte Standort womöglich mit Gras oder einer dicken Erdschicht bedeckt. Sie müssen den Boden also zuerst umgraben, um die Erde für das neue Gartenbeet vorzubereiten.

Verwenden Sie hierfür eine langstielige und flache Schaufel, um das Beet in Streifen zu schneiden. Dadurch wird es umso einfacher, Gras und Unkraut zu entfernen. Beginnen Sie am Rand des zukünftigen Gemüsebeetes und arbeiten Sie sich Stück für Stück in die Mitte vor, bis das komplette Areal umgegraben ist.

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2. Legen Sie den Rand fest

Gute Gartenbeete zeichnen sich dadurch aus, dass sie deutlich begrenzt sind. Dies verhindert, dass sich Unkraut und Gräser ausbreiten können. Außerdem wissen Sie so, wo genau Sie Dünger anwenden müssen und wo nicht.

Als Begrenzung eignen sich klare Kanten, um eine natürliche Grenze um Ihr Bett zu schaffen. Geeignet sind neben Plastikmaterial für die Landschaftsgestaltung auch Ziegel, Steine oder sogar ein kleiner Holzzaun. Achten Sie aber darauf, dass das Material weit genug in den Boden reicht, damit kein Unkraut durchwachsen kann.

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3. Den Boden bearbeiten

Ist der Boden umgegraben, muss er für den Gemüseanbau vorbereitet werden. Dafür bietet sich reifer Dünger oder organischer Kompost an, um ihn mit Nährstoffen anzureichern. Recherchieren Sie gut, wie dick Sie den Kompost beziehungsweise den Dünger verteilen müssen, damit Sie den Boden nicht versehentlich überlasten.

Mischen Sie den aufgetragenen Dünger oder Kompost mit der oberen Erdschicht, damit die Pflanzenwurzeln auf die hinzugegebenen Nährstoffe zugreifen können.

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Hinweis: Möglicherweise müssen Sie je nach gewünschtem Gemüse einen passenden Dünger oder Kompost auswählen. Zu viel von bestimmten Nährstoffen wie Stickstoff kann dazu führen, dass Pflanzen ihre gesamte Energie auf Kosten von Blüten und Früchten in die Blattproduktion stecken. Das ist bei Grünkohl egal, ist aber zum Beispiel bei Tomaten absolut kontraproduktiv.

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4. Bestellen Sie den Boden (wenn nötig)

Es gibt viele Ansätze rund um die Bodenbearbeitung. Einige ziehen es vor, den Boden so zu belassen, wie er ist, um das mikrobielle Leben darin nicht zu stören. Andere bestellen den Boden regelmäßig, um Unkraut zu entfernen und die Arbeit zu erleichtern.

In jedem Fall ist es ratsam, mindestens einmal vor dem Anlegen des Gemüsebeets den Boden zu bestellen, um eine saubere Grundlage mit weniger Unkraut für Ihre neuen Pflanzen zu schaffen. Sie können die Erde mit einer Schaufel oder Mistgabel per Hand umgraben oder eine kleine Gartenfräse verwenden, um den Vorgang zu vereinfachen.

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5. Mulch hinzugeben

Der Boden sollte nicht lange unbedeckt bleibt. Er trocknet sonst nicht nur schnell aus, sondern es kann auch zu Erosion führen, was die Nährstoffe wegspült.

Daher ist es ratsam, Gemüsebeete möglichst bald nach der Vorbereitung des Bodens abzudecken. Suchen Sie nach biologisch abbaubaren Materialien wie Stroh oder Laub, die innerhalb einer Saison abgebaut werden und dem Boden mehr Nährstoffe hinzufügen.

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Das Anlegen eines neuen Gemüsebeetes mag eine Herausforderung sein, aber es zahlt sich aus! Sie werden es genießen, Samen und Setzlinge in Ihrem neuen Beet zu pflanzen und die ganze Saison über die Früchte Ihrer Arbeit zu ernten.